Arbeitsweise

Genauer hinschauen.
Besser vereinbaren.

Der gemeinsame Ausgangspunkt ist eine konkrete Arbeitssituation. Daraus entstehen Fragen, Vereinbarungen und ein überprüfbarer nächster Schritt.

Von einer großen Forderung zu einem bearbeitbaren Fall.

Was genau soll anders gelingen?

„Wir brauchen mehr Offenheit“ beschreibt eine Richtung, aber noch keine Handlung. Hilfreicher ist eine Szene: Eine Mitarbeiterin bemerkt einen Zweifel im Entwurf und wartet mit der Meldung. Nun lässt sich fragen, was sie erwartet, welche Reaktion sie erlebt hat und welcher fachliche Klärungsweg fehlt.

„Wir müssen effizienter werden“ lässt ebenfalls viele Fragen offen. Ein schnellerer Entwurf kann eine längere Prüfung nach sich ziehen. Eine kürzere Wartezeit kann durch zusätzliche Unterbrechungen einer erfahrenen Person entstehen. Die Untersuchung folgt deshalb dem gesamten Arbeitsweg.

In der Fallarbeit wird die Ausgangslage begrenzt. Wer hat welche Aufgabe? Welches Ergebnis wird gebraucht? Wo wartet die nächste Person? Welche Entscheidung ist offen? Erst daraus wird ein sinnvoller Versuch.

Aus Kapitel 14

Das lässt sich an einer Übergabe prüfen.

Prüfen Sie Ihre Vereinbarung an einem einzelnen Vorgang. Wer darf einen KI-Entwurf sprachlich anpassen? Wer bestätigt eine neue fachliche Aussage? Wer entscheidet bei Zweifel? Wer übernimmt bei Abwesenheit? Eine Liste beteiligter Abteilungen beantwortet diese Fragen noch nicht. Lassen Sie die benannten Personen den Weg einmal gemeinsam durchspielen.

Stefan Schweizer · Firmenkultur in Zeiten von AI · Kapitel 14 · Vor dem Start: Wer darf was, und was entfällt?

Vier Prinzipien für die gemeinsame Arbeit.

01

Beobachtung vor Zuschreibung

Beschreiben Sie, was gesagt oder getan wurde. Die Vermutung über Absichten kommt erst danach und bleibt als Vermutung erkennbar. Ein einzelner ausgefallener Lerntermin belegt noch kein dauerhaftes Muster.

02

Mehrere Perspektiven zulassen

Die Führung braucht einen Termin, die Fachprüfung eine belastbare Grundlage und die bearbeitende Person verfügbare Zeit. Diese Fragen sind verschieden. Das Gespräch wird genauer, wenn jede Frage als solche verstanden wird.

03

Zusagen an Bedingungen knüpfen

Eine Vereinbarung braucht Rolle, Befugnis und Zeit. Was die anwesende Gruppe nicht selbst entscheiden darf, wird als offener Klärungsschritt festgehalten. Zustimmung wird nicht stillschweigend vorausgesetzt.

04

Korrektur ermöglichen

Ein Versuch bekommt Beobachtungen und Entscheidungstermine. Sein Umfang kann verändert oder ein Teil beendet werden. Gerade dadurch lässt sich Neues erproben, ohne jede frühe Annahme verteidigen zu müssen.

Üben, ohne Menschen vorzuführen.

Rückmeldung richtet sich auf konkrete Sätze.

In Gesprächsübungen erhält jede Rolle ein nachvollziehbares Interesse. Niemand spielt die pauschale Blockade. Beobachtende notieren, welche Frage gestellt und welche Antwort gegeben wurde. Die Auswertung untersucht, wo eine Voraussetzung unbeantwortet blieb.

Eine missverständliche Stelle wird erneut gespielt. Dabei kann ein anderer erster Satz genügen, um den Gesprächsverlauf zu verändern. Ziel ist, den Zusammenhang zwischen eigener Handlung und Reaktion sichtbar zu machen. Schauspielerische Leistung wird nicht bewertet.

Teilnehmende dürfen mit einem Buchfall arbeiten, wenn ein eigener Fall zu sensibel ist. Die Übungsrollen sind didaktische Adaptionen. Bekannte Angaben, offene Fragen und erfundene Ergänzungen dürfen nicht unbemerkt ineinander übergehen.

Ein durchgehender Satz an Arbeitsmaterialien.

43 SEITEN

Teilnehmer-Workbook

34 Arbeitsblätter, Rollenübersichten und Schreibraum. Die eigene Frage wird über die Tage weitergeführt und mündet in einen Plan.

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22 SEITEN

Separates Übungsmaterial

Fallblätter, einzeln ausgebbare Rollen und Beobachtungsbögen. Jede Übung hat einen erkennbaren Bezug zu den Folien und Arbeitsblättern.

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Die Durchführung wird durch ein Trainerhandbuch mit 18 Modulen und die Präsentationen für alle drei Tage unterstützt. Die Teilnehmerunterlagen sind auf die jeweiligen Lernziele abgestimmt. Das Material ersetzt keine Auswertung; es hält die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit fest.

Der nächste Schritt

Welche Arbeit soll bei Ihnen besser gelingen?

Ein konkreter Fall ist ein guter Anfang. Gemeinsam klären wir, welches Format zu Ihrer Aufgabe passt.

Gespräch vorbereiten